Der Hanseatenhof blickt als zentraler Platz in der Bremer Innenstadt auf eine bewegte Geschichte zurück. Benannt nach den Hanseaten erinnert der Platz an die lange Tradition der Stadt als Mitglied der Hanse, der sie 1260 beitrat. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Hanseatenhof zu einem zentralen Platz für Handel und Gewerbe. Die Einrichtung eines Business Improvement Districts zielt darauf ab, den Abwärtstrend am Hanseatenhof aufzuhalten und ihn zu einem attraktiven und lebendigen Ort für Bewohner, Besucher und Geschäftsleute zu machen. Die Maßnahmen der ersten drei Jahre Laufzeit zielen darauf ab, den Platz gestalterisch, funktional und kommunikativ aufzuwerten und zu einem attraktiven Aufenthalts- und Handelsstandort für unterschiedliche Zielgruppen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen eine ansprechende Neugestaltung des Platzes, die Verbesserung von Sauberkeit und Sicherheit sowie die Schaffung neuer Erlebnisangebote.
BID Hanseatenhof
Das Konzept der Business Improvement Districts (BID) entstand in den 1970er Jahren in Toronto (Kanada). Ziel eines BID ist es, dass Eigentümer gemeinsam Maßnahmen finanzieren und umsetzen, die die Attraktivität eines Quartiers steigern. In Bremen bilden BIDs seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungszentren im Jahr 2006 eine wichtige Grundlage der Innenstadtentwicklung.
Die Ziele
Die folgenden grundlegenden Ziele, insbesondere zugunsten der Grundeigentümer, sollen den öffentlichen Raum hinsichtlich Aufenthalts- und Erlebnisqualität stärken, um die Verweildauer zu erhöhen und die Wertigkeit der Lage zu erhalten. Die Baumaßnahmen rund um das ehemalige C&A-Gebäude und das ehemaligen Horten-Gebäudes eröffnen neue gestalterische und funktionale Perspektiven für den Platz. Auch die Papenstraße wird als Teil des BID in die Neugestaltung einbezogen.
- Verhinderung eines Abwärtstrends innen und außen sowie Stabilisierung des Mietniveaus und Erhalt der Immobilienwerte
- Erhöhung der Besucherfrequenz und der Verweildauer
- Begleitung städtischer Planungen zur Aufwertung des öffentlichen Raums sowie von Entwicklungsprojekten zur Ansiedlung hochwertiger Gewerbe
- Gestalterische, funktionale und kommunikative Aufwertung des Quartiers
- Gewinnung neuer Zielgruppen sowie Stärkung des Handelsstandort Hanseatenhof sowie der Bremer Innenstadt
- Verbesserung der Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung, um Regelaufgaben schneller umzusetzen und Sonderaufgaben gemeinsam angehen zu können
- Gewinnung solventer Mieter durch ein klaren Standortprofil sowie die Stärkung eines stabilen Kundenpotentials durch besondere Angebote und eine prägnante Platzgestaltung
- Schaffung einer positiven Aufbruchstimmung trotz laufender Bau- und Entwicklungsmaßnahmen
Die Standortgemeinschaft
Um eine Standortgemeinschaft einvernehmlich und zügig gründen zu können, ist der Flächenzuschnitt so zu wählen, dass gemeinsame Interessen gebündelt werden. Für die Standortgemeinschaft Hanseatenhof ist bewusst ein sehr enger Ausschnitt gewählt worden, damit nur die tatsächlich von den angestrebten Maßnahmen profitierenden Grundstücke eingeschlossen sind. Zum BID Hanseatenhof sollen die unmittelbar zum Platz dazugehörigen Grundstücke sowie die Grundstücke der angrenzenden Papenstraße gelten.